Zur Übersicht Max von Craftnote | 21. August 2020

Die fünf besten Baustellenhandys 2020

Das Handy gehört mittlerweile genauso zum Berufsalltag im Handwerk wie Schraubendreher und Hammer – entweder als privates oder geschäftliches Gerät für rein berufliche Zwecke. Allerdings sind die herkömmlichen Smartphones auf der Baustelle ungewohnten Gefahren, wie Wasser, Staub oder häufigen Stürzen ausgesetzt. Einige Gründe also, sich für sogenannte Outdoor-Smartphones zu entscheiden, die den Anforderungen der Baustelle gewachsen sind.

Nach unserem letztjährigen Ratgeber haben wir nun die aktuellen Modellempfehlungen für Dich zusammengestellt. Doch was macht ein gutes Baustellenhandy eigentlich aus? Die Preisklassen reichen von 60 bis 250 Euro im niedrigen bis hin zu 600 bis 1000 Euro im oberen Segment.

Die Kriterien für baustellentaugliche Smartphones

  1. Zum einen sollte das Gerät für Handwerker funktional sein. Dabei sollte es alle modernen Funktionen besitzen, die auch normale Smartphones im Repertoire haben. Allerdings sollte das Touchdisplay auch mit Handschuhen bedienbar sowie bei starkem Sonnenlicht erkennbar sein. Eine lange Akkulaufzeit ist für lange Arbeitstage ebenfalls sinnvoll sowie eingebaute Taschenlampen, Wasserwaagen, Wärmebildkameras oder Lasermessgeräte.

  2. Zum anderen ist Stabilität ein wichtiges Kriterium für den Alltag auf der Baustelle. Wo ein normales Handy splittert, sollte ein Handwerkerhandy keinen Kratzer bekommen. Verstärkte Displays oder Hüllen aus Gummi oder Kunststoff helfen dabei kleine Katastrophen zu vermeiden. Oft rutscht das Gerät aus der Hosentasche und sollte dabei stürze bis 1,5 Meter überstehen.

  3. Als Letztes sollten Handys für Handwerker unempfindlich gegenüber Wasser und Staub sein. Gerade auf Baustellen werden die Geräte schnell dreckig oder bekommen Flüssigkeiten ab. Hier sollte beim Kauf auf die IP-Norm geachtet werden. Diese sollte nicht niedriger als die Zahl 67 liegen, wobei die erste Ziffer für den Schutz gegen Fremdkörper und die zweite für den Schutz gegen Wasser steht. 6 heißt in dem Fall staubdicht und 7 Schutz vor zeitweiligem Untertauchen bis 30 Minuten.

Die Top 5: Von der Theorie zum Modell

Das Leistungsstarke „Blackview BV9900 Pro“
Leistungsfähiger Prozessor, großer Speicher, Extra-Sensoren, Wärmebildkamera, hohe Stabilität
Durchschnittlicher Akku

Der asiatische Hersteller Blackview hat seinen Sitz in Hongkong und ist dafür bekannt Outdoor-Smartphones mit üppiger Ausstattung anzubieten. Das erst im Mai vorgestellte Modell BV9900 Pro ist momentan die Topvariante. Es überzeugt unter anderem mit seinem schicken 5,8 Zoll Display und seiner stabilen Hülle der IP-Norm 69. Damit ist es staubdicht und sogar gegen Wasser bei Hochdruckreinigung gesichert. Zudem weist es eine Triplekamera auf der Rückseite mit 48, 5 und 2 Megapixeln sowie eine auf der Vorderseite mit 16 Megapixeln auf. Außerdem sticht das Blackview mit einem starken und schnellen Prozessor heraus. Daneben bietet es 8 GB RAM mit der Möglichkeit zur Erweiterung auf 128 GB. Allerdings ist dafür die Akkulaufzeit nur mittelmäßig (Kapazität: 4.380 mAh). Dafür entschädigen integrierte Extras wie Wärmebildkamera, Luftqualitätssensor und Barometer. Der Preis bewegt sich Richtung oberes Preissegment mit rund 550 Euro.

Der Ausdauerläufer unter den Geräten „Ulefone Armor 7“
Starker Akku, Triple-Kamera mit Blitz, großer Speicher, Extra-Sensoren
Oberes Preissegment

Das Armor 7 der chinesischen Firma Ulefone ist vor allem für Handwerker geeignet, die Wert auf eine lange Akkulaufzeit legen. Mit 5.500 mAh lässt sich das Gerät bis zu zwei Tage lang nutzen. Auch beim 6,3 Zoll großen Display wird vergleichsweise mehr geboten als bei anderen Smartphones. Beim Speicher und der Stabilität (IP 69) kann es mit dem vorher beschriebenen Modell von Blackview mithalten. Es ist staubdicht und hält auch einer Wasserreinigung stand. Genauso verhält es sich bei der verbauten Triple-Kamera mit zusätzlicher Option auf der Vorderseite. Allerdings bietet das Armor 7 ein 8 Megapixel Teleobjektiv mit hellem LED-Blitz an. Als integrierte Extrafunktionen gibt es Herzfrequenzmesser, Gyroskop, Barometer und einen digitalen Kompass. Dafür liegt das Baustellenhandy eher im mittleren bis oberen Preissegment ab 450 Euro.

Das erweiterbare „Doogee S95 Pro“
Lange Akkulaufzeit, modulare Erweiterungen, Triple-Kamera, hohe Stabilität
Recht klobig

Wer weniger zahlen möchte und auf Prozessor sowie Arbeitsspeicher etwas weniger Wert legt, ist mit dem Modell S95 Pro gut bedient. Der große 6,3 Zoll Display gehört zu einer der größten der Sparte und überzeugt genauso wie der langlebige 5.050 mAh Akku. Außerdem ist das Smartphone in den IP-Normen 68 und 69 zu erhalten – optimal für den Alltag auf der Baustelle. Jedoch sind der Prozessor sowie der Arbeitsspeicher mit 6 GB RAM etwas schwächer. Zudem ist die Form des Outdoorhandys recht klobig im Vergleich zu den anderen Modellen. Allerdings kann das Gerät durch Module wie Walkie-Talkie, Nachtsichtfunktionen oder einen zusätzlichen Akku erweitert werden. Daneben stehen integrierte Barometer, Gyroskop oder der Coulometer zur Verfügung. Preislich beginnt das Gerät bei 390 Euro.

Das Preis-/Leistungspaket mit dem „Cyrus CS 45 XA“
Guter Akku, stabiles Gehäuse, Ansprechpartner in DEU
Weniger RAM und Leistungsstärke

Das Unternehmen Cyrus überzeugt in der Kategorie Preis-/Leistungsverhältnis. Wer auf etwas Akkulaufzeit und Prozessorstärke verzichtet, bekommt ein Modell im unteren bis mittleren Preissegment, das mit den anderen Modellen Schritt halten kann. Die robuste Hülle mit verstärktem Display ist dabei staub- und wasserdicht sowie stoßfest aus einer Höhe von 1,5 Metern. Der 5 Zoll Display ist im Vergleich zu den anderen Smartphones etwas kompakter. Auch die Akkulaufzeit ist beachtlich und beträgt durch die 4.400 mAh ungefähr 18 Stunden. Dafür gibt es einen etwas leistungsschwächeren Prozessor und 4 GB RAM mit 64 GB Speicher. Im Bereich Kamera bietet das Modell 20 Megapixel auf der Rückseite und 8 auf der Vorderseite. Als integrierte Sensoren werden u. a. Distanzmesser, GPS-Tracker, Taschenlampenfunktion und Schrittzähler angegeben. Überzeugend ist auch der Preis, der ab 276 Euro beginnt.

Das berühmte „Caterpillar Cat S61“
Guter Akku, Wärmebildkamera, Lasermesser
Recht teuer, durchschnittlicher Speicher

Die Marke Caterpillar stellt nicht nur Baufahrzeuge her, sondern auch Baustellenhandys und zählt zu den bekanntesten Marken im Bereich Outdoor. Die Vorteile liegen in den eingebauten Wärmebildkameras und dem Lasermessgerät zur Distanzmessung. Außerdem sind Luftqualitätssensoren vorhanden. Mit diesen Funktionen hebt sich das Modell hervor. Bei den restlichen Funktionen ist es auf dem Niveau der anderen vorgestellten Geräte. Der 5,2 Zoll Display, 4 GB RAM und 64 GB Speicher sind ausreichend, genauso wie der recht starke 4.500 mAh Akku für gute 18 Stunden Laufzeit. Mit den eingebauten 16 (Rückseite) und 8 Megapixel (Vorderseite) Kameras ist das S61 durchschnittlich ausgestattet und steht zur Dokumentation mit guten Bildern und Videos bereit. Außerdem besteht das Smartphone die IP-68 Norm und ist aus bis zu 1,5 Metern Höhe stoßfest. Dennoch ist der Preis ab 650 Euro im oberen Niveau angesiedelt.

Fazit
Bei der Anschaffung eines Smartphones für die Baustelle sollte auf die verschiedenen Anforderungen des Arbeitsalltags eingegangen werden. Da diese sehr unterschiedlich ausfallen können, lässt sich bei den vorgestellten Geräten keine Reihenfolge festlegen. Mit ein bisschen Recherche lässt sich allerdings ein robuster Begleiter für den Handwerker finden. Außerdem lassen sich Geräte mit Handwerkerapps wie Crafnote zusätzlich aufwerten.

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