Zur Übersicht Max von Craftnote | 18. May 2020

5 hilfreiche Videochat-Tools zur Online Kommunikation für Handwerksbetriebe

Welche Videochat-Tools du nutzen kannst um immer im Kontakt zu bleiben.

5 hilfreiche Videochat-Tools zur Online Kommunikation für Handwerksbetriebe

Was in vielen Branchen ungenutzt blieb oder als undenkbar galt, wird nun durch die Corona-Situation plötzlich Realität. Gemeint ist die Arbeit durch Online-Kommunikation. Gerade in Branchen mit engen Kundenkontakt und Zusammenarbeit, wie dem Handwerk, bedeutet das eine Umstellung, die allerdings technisch gelöst werden kann. Durch Videokonferenz-Software lassen lässt sich die Kommunikation in der Beratung und dem Vertrieb online durchführen. Video-Meetings ermöglichen es Ihnen, auch in Zeiten von Corona digital den aktuellen Fortschritt im Projektteam zu diskutieren, Mitarbeiter zu informieren oder Besprechungen mit dem Bauherrn abzuhalten.

Damit du bei der Auswahl der richtigen Software Zeit sparst, haben wir dir im Folgenden 5 Onlinetools herausgesucht und so kurz wie möglich erklärt.

„Microsoft Teams“, optimal für Besprechungen mit mehreren Teilnehmern.

Wer auf seinem PC mit einem Windows-Betriebssystem arbeitet, kann auf das Allroundprogramm „Microsoft Teams“ zugreifen. Damit lassen sich optimal Besprechungen per Videotelefonie ins Digitale übertragen. In der kostenlosen Variante können…

  • Einzel- und Gruppenchats erstellt,
  • Dateien und Bildschirme geteilt
  • sowie 10 Gigabyte Speicherplatz genutzt werden.

Dabei lassen sich 4 Bildschirme von Gesprächsteilnehmern gleichzeitig anzeigen. Mit der kostenpflichtigen Variante können zudem Termine festgelegt oder Videoanrufe aufgezeichnet und transkribiert werden. Auch der Speicher wächst unteranderem auf ein Terabyte an. Die Kosten belaufen sich auf angefangen 4,20 Euro bis zu 10,50 Euro im Monat für zusätzliche Windows-Office-Programme. Der Vorteil, die Software lässt sich auf allen üblichen Plattformen installieren. Egal ob am PC, Tablet oder im Web. Allerdings ist ein Login nur über ein Microsoft-Konto möglich. Doch zu Videokonferenzen können auch Gastlinks verschickt werden, für Gesprächspartner, die so ein Konto nicht vorweisen können.

„Google Hangouts“, am besten für interne Absprachen im Team.

Wer bereits ein privates Googlemail-Konto verwendet, kann mit wenigen Klicks auf die Videokonferenz-Software „Google Hangouts“ zugreifen. Nutzbar ist die Software auf jedem PC oder Smartphone (Egal ob Android oder iOS) per Web-App.

  • Hierbei lassen sich kostenlos Videogespräche mit bis zu 25 Teilnehmern führen.
  • Externe Teilnehmende per Gastlink hinzufügen.
  • Zudem können Textchat, Bildschirmübertragung und Terminplanung mit dem „Google Kalender“
  • sowie über „Google Drive“ Dateien genutzt werden.

Wer allerdings nicht seine private Adresse geschäftlich nutzen will und außerdem keine gmail.com Anhängsel haben möchte, muss auf die kostenpflichtige Version zurückgreifen. Diese beruft sich im Zuge der Corona-Krise auf Kosten von 4,68 Euro bis 9,36 Euro im Monat. Damit sind unteranderem eine Telefoneinwahl, Live-Untertitel und eine Aufzeichnung von Videokonferenzen möglich. Eine Funktion, um Gespräche automatisch zu transkribieren, bietet Google nicht.

„Zoom“, das beliebte und einfache, aber umstrittene Programm.

„Zoom“ hat sich in der letzten Zeit zu einem beliebten Tool für digitale Kommunikation entwickelt. Es punktet durch seine leichte Anwendung für Videokonferenzen, Online-Abstimmungen und Gruppenarbeit. Die kostenlose Basis-Version ermöglicht unbegrenzte Nutzung für Einzel-Besprechungen sowie virtuelle Gruppen-Meetings mit Begrenzung von 40 Minuten.

  • Dabei lassen sich Gespräche im Kalender planen,
  • der Bildschirm übertragen,
  • Dateien per Textchat verschicken,
  • und ein virtuelles Whiteboard einblenden.
  • Außerdem ist eine Telefoneinwahl ist möglich, wenn keine Internetverbindung besteht.

Die Nutzung erfolgt auf allen gängigen Plattformen sowie per Web-App. Ein Vorteil hierbei, nur der „Gastgeber“ benötigt ein Zoom-Konto. Alle anderen Teilnehmer können sich per Link hinzugefügt werden. Allerdings ist Zoom ist aus Sicht des Datenschutzes umstritten. Daneben ist das Zeitlimit bei Gruppechats der einzige Haken. Das Premium-Abo ist erst nötig, wenn ihr Videokonferenzen aufzeichnen und Benutzern Rollen oder Funktionen zuweisen wollt. Das ermöglicht der Pro-Tarif für 13,99 Euro pro Monat.

„Skype“, der Klassiker der eigentlich für den privaten Gebrauch gedacht war.

„Skype“ ist der am längsten etablierte Dienst auf dem Markt und war grundsätzlich für den privaten Gebrauch gedacht. Aber Hersteller Microsoft hat nichts gegen Unternehmen, die es für interne oder Kunden Kommunikationszwecke einsetzen. Der Vorteil des Programms ist der üppige kostenlose Funktionsumfang.

  • Ein Zeitlimit pro Videoanruf gibt es nicht,
  • auf Wunsch lassen sich Live-Untertitel einblenden,
  • der Bildschirm lässt sich mit anderen teilen,
  • und die Videokonferenz lässt sich aufzeichnen.
  • Dabei können bis zu 50 Menschen an einem Gespräch teilnehmen.

Die Anmeldung erfolgt über einen Microsoft-Account und Gäste ohne Konto können hinzugefügt werden. Weil die Anwendung als Messenger konzipiert ist, könnt ihr auch zu jedem Zeitpunkt in Einzel- oder Gruppenchats Text und Dateien mit bis zu 300 Megabyte Größe verschicken. Der Nachteil von Skype ist der fehlende Business-Bezug. Das heißt es gibt keine Nutzerverwaltung mit verschiedenen Aufgaben und Untergruppen sowie keine Möglichkeit das Gespräch automatisch zu transkribieren. Für den Business-Aspekt empfiehlt und fördert Microsoft zunehmend „Microsoft Teams“.

„Lifesize“, die Alternative für spontane Videogespräche.

Eine interessante Alternative mit einem anderen Gratis-Ansatz verfolgt „Lifesize“. Bei dieser Version wird kein Account oder ein installiertes Programm benötigt. Die Videogesprächsfunktion kann rein Web-basiert abgerufen werden. Hierbei werden nur ein Benutzername und E-Mail-Adresse benötigt. Danach lassen sich per Gastlink kostenlos bis zu 8 Teilnehmer hinzufügen. „Lifesize“ ist also für kleinere Gesprächsrunden gedacht. Der Nachteil an der kostenlosen Version, es gibt keine Chatfunktion sowie keine Möglichkeit Dateien zu versenden. Erst in dem kostenpflichtigen Abo ab 15 US-Dollar im Monat lassen sich diese Funktionen freischalten. Danach können auch über 25 Personen an einem Chat teilnehmen, sowie das Programm als Smartphone- und Desktop Version genutzt werden.

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