Wie wichtig Öffentlichkeitsarbeit für ihren Handwerksbetrieb sein kann

Was gute Öffentlichkeitsarbeit ausmacht und warum sie ein einfaches Mittel für die Kundengewinnung sein kann.

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Zur Übersicht Max von Craftnote | 07. Mai 2019

Viele Handwerksunternehmen schalten Werbung, um ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen und neue Kunden zu gewinnen. Um den Betrieb allerdings langfristig bekannter zu machen, ist ebenfalls eine gute Öffentlichkeitsarbeit nötig. Bei der Öffentlichkeitsarbeit, auch genannt Public Relations (PR), geht aus darum, ein positives Bild des Unternehmens für die Öffentlichkeit zu erzeugen. In Bezug auf das Handwerk ein positives Bild vom angebotenen Produkt oder der Dienstleistung. Das erzeugt ein gutes Image sowie einen guten „Ruf“ und kann für neue Kunden sorgen. Auf der einen Seite ist es grundlegend für Handwerker gute Arbeit zu verrichten. Auf der anderen Seite sollte aber sichergegangen werden, dass über diese gute Arbeit auch gesprochen wird. Erst das bringt die Aufmerksamkeit für Handwerker und fördert den Ruf eines Unternehmens. Schon kleine Schritte in der Öffentlichkeitsarbeit, bei der gängige Fehler vermieden werden, können für den nächsten positiven Zeitungs- oder Internetartikel sorgen. Letztendlich auch für mehr Reichweite im Handwerk.

Was macht gute Öffentlichkeitsarbeit aus und was ist zu beachten?

Die berechtigte Frage lautet im Weiteren nun: Was macht überhaupt gute Öffentlichkeitsarbeit im Handwerk aus? Denn letztlich hängt davon ab, wie über das Unternehmen berichtet und wie es bewertet wird. Angefangen bei der Pressemitteilung / Pressetext. Hierbei ist es wichtig, einen einfachen aber präzisen Schreibstil zu verwenden. Das bedeutet zum Beispiel, keine komplizierten Schachtelsätze, Aneinanderreihungen von Adjektiven vermeiden, mehr Substantive statt Verben zu verwenden und lieber im aktiv statt passiv schreiben, um den Text lebhafter zu gestalten. Optimal ist es, wenn sie auf neues, ungewöhnliches oder überraschendes hinweisen. Es kommt auf den ersten Eindruck an und der größte Fehler lauert im Detail. Viele Beginner schreiben aus Unternehmerperspektive, aber vergessen auf die Leser einzugehen. Was könnte interessant für den Leser, die Zielgruppe des Mediums sein? Was möchte ich von meiner Firma vermitteln? Danach sollte sich der Text richten. Außerdem ist das Handwerk eine authentische Branche, was gut im Text wiedergespiegelt werden kann. Es muss kein neutraler Sprachstil verwendet werden, der an einen Nachrichtentext erinnert. Bei sprachlichen Unsicherheiten helfen kostenlose Rechtschreibhilfen im Internet weiter, denn nichts macht einen schlechteren Eindruck als vermeidbare Fehler. Außerdem ist es von Vorteil den Pressetext auf einer DIN A4 Seite einzugrenzen, zum Zwecke der Übersicht.

Der richtige Umgang mit Medien führt ebenfalls zu Zeitungsartikeln.

Ist der Text verfasst, kommt bei der Öffentlichkeitsarbeit im Handwerk auf den richtigen Umgang mit Medien an. Handwerksbetriebe sind meistens stark regional verwurzelt. Kunden und Interessenten kommen meist aus der näheren Umgebung. Deswegen sollte sich als erstes auf lokale Medien, wie Zeitungen oder Internetseiten, konzentriert werden. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten für mehr Reichweite im Handwerk. Am besten eigenen sich dafür überregionale Medien oder Handwerksmagazine. Das Anlegen eines Medienverteilers kann zudem hilfreich sein, um alle in Frage kommenden Ansprechpartner auf einen Blick erfassen zu können. Das spart enorm Zeit. Es gilt allerdings immer: Wer einmal anfängt, sollte stetig dabei bleiben. Ansprechpartner bei Medien sollten regelmäßig aktualisiert sowie mit 5-8 Pressemeldungen im Jahr versorgt werden. Anlass dafür können Jubiläen, Zukäufe, Erfindungen oder die Unterstützung von sozialen Projekten sein. Hauptsache es ist interessant für den Leser. Manchmal hilft es außerdem sich telefonisch mit dem Redakteur in Kontakt zu setzen. Dabei kann besser geklärt werden, auf was die Redaktion Wert legt und was wichtig am eigenen Anliegen ist. Natürlich sollte das nicht in das nervende, drängende Ausarten.

Mehr Reichweite durch Öffentlichkeitsarbeit, bedeutet mehr Vorteile für den Handwerksbetrieb

Eine angemessene Öffentlichkeitsarbeit kann enorme externe wie interne Vorteile für den Handwerksbetrieb haben. Extern beeinflusst sie die Sicht von Kunden und kann so aktiv zur Kundengewinnung im Handwerk beitragen. Ein guter Ruf und ein gutes Image können für einen langfristiger wirtschaftlichen Erfolg sorgen und mögliche Kunden bei der Entscheidung helfen, sich für Ihr Unternehmen zu entscheiden. Intern beeinflusst ein guter Ruf / Image die Motivation der Mitarbeiter. Die Menschen arbeiten gerne bei angesehenen Betrieben, egal ob im Handwerk oder einer anderen Branche. Das kann dazu beitragen neue Mitarbeiter oder Auszubildende für den attraktiven Handwerksberuf (mehr dazu hier) zu begeistern und mehr Aufmerksamkeit für Handwerker zu schaffen. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass das volle Potenzial eines Betriebes ausgeschöpft werden kann. Gute Handwerksarbeit braucht Öffentlichkeit, um auch wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Erst dann werden alle möglichen Kunden auf Sie aufmerksam. Außerdem kann die Reichweite und das ehrliche Image von Medien genutzt werden, die über den Handwerksbetrieb berichten. Egal ob nun im Internet oder in der Zeitung. Wie groß das Aufmerksamkeitspotenzial ist, zeigt eine Studie der telegate AG. Insgesamt 1,4 Milliarden Suchanfragen schicken die Deutschen pro Jahr ins Netz. Fast die Hälfte davon bezieht sich auf die Suche nach Unternehmen. Dabei werden immer mehr lokale Handwerksbetriebe gesucht.

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Dirk Stefen