Wie Sie ihr Handwerksunternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels attraktiver für Azubis gestalten

Auszubildende entscheiden sich eher für modern ausgerichtete und digitale Betriebe.

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Zur Übersicht Max von Craftnote | 23. April 2019

Die Auftragsbücher sind in vielen Bereichen der Handwerksbetriebe voll, doch es fehlt an Fachkräften, um die Produktivität der Betriebe zu erhöhen. Das Handwerk hat mit dem Fachkräftemangel zu kämpfen. Eine Möglichkeit dem entgegenzuwirken bietet laut einer Studie der Hypovereinsbank über Potenziale in der Bauwirtschaft bis zum Jahr 2020, die Digitalisierung des Handwerks. Unternehmen können diese zunehmende Digitalisierung nutzen, um gezielt den Fachkräftemangel zu bekämpfen. Dabei geht es nicht nur darum intelligente Technologien in die täglichen Abläufe auf der „Baustelle 4.0“ einzubauen, sondern auch durch ein modernes Unternehmen neue Azubis für Handwerksbetriebe zu gewinnen. Erst dadurch lassen sich neue Geschäftsfelder erschließen, die Wettbewerbsfähigkeit erhalten und die Produktivität steigern. Vor allem aber kann die Ausbildung im Handwerk wieder attraktiver gestaltet werden und so neue Auszubildende anziehen. Denn besonders für die Karrierechancen der Auszubildenden ist es förderlich, früh mit digitaler Technik zu schulen.

Warum Azubis schon früh der Umgang mit digitalen Tools ermöglicht werden sollte

Der Umgang mit digitalen Tools und intelligenten Technologien in der Ausbildungszeit hat erhebliche Vorteile für den Betrieb und den Auszubildenden selbst. Neben dem praktischen Handwerks Know-how auf der Baustelle, kann zum Beispiel durch E-Learning-Programme digitales technisches Wissen ergänzt werden. Hierbei können die Azubis eigenständig und mit mobilen Endgeräten mehr über Themen wie neue Technologien im Handwerk erfahren. Im Nachhinein können digitale Tests den Wissensstand kontrollieren. Das fördert eigenständiges Lernen und gibt eine genaue Auskunft über den Lernfortschritt des Azubis. Betriebe nutzen außerdem immer häufiger hilfreiche Apps wie Craftnote zur digitalen Baudokumentation und Zeiterfassung auf der Baustelle. Damit lässt sich die Kommunikation auf der Baustelle erleichtern und unnötige Zettelwirtschaft vermeiden. Durch die Vernetzung zwischen verschiedenen Gewerken, Auftraggebern, Zulieferern und Kunden, kann eigenständiges Arbeiten gefördert werden, was der Qualität der Ausbildung und der Produktivität des Betriebs zugute kommt.

Durch Attraktivität und Karrierechancen im Job, Azubis für Handwerksbetriebe gewinnen

Handwerksbetriebe sind auf Auszubildende angewiesen und müssen den Fachkräftemangel bekämpfen. Das lässt sich nur realisieren, wenn angehende Azubis gute Zukunftsaussichten im Berufsfeld und Unternehmen sehen. Moderne Handwerksbetriebe, die neue Technologien in den Arbeitsalltag, sowie in die Ausbildung integrieren, haben dort gute Chancen. Werden bei der Ausbildung früh digitale Tools in den Arbeitsalltag eingebunden, zeigt das, wie ambitioniert der Betrieb Ihnen etwas bieten will. Das Unternehmen kann dadurch attraktiver werden. Ein anderer Punkt ist der stetige technologische Fortschritt in der Gesellschaft, der auch das Handwerk verändert. Junge Auszubildende suchen sich daher eher eine Lehre, die zukunftsorientiert ist, bei einem Unternehmen, das auch in Zukunft bestehen kann. Hierbei kann das gelernte Handwerk mit technischem Wissen über digitale Tools, zum Beispiel über neue Computerprogramme, ergänzt werden. Das erworbene breitere Fachwissen fördert die Karrierechancen für Azubis und bringt geschulte Fachkräfte für den Betrieb hervor. Fachkräfte, die besser mit den zukünftigen technischen Herausforderungen der Digitalisierung im Handwerk fertig werden. Zu diesen Herausforderungen zählt das Handwerks-Magazin die visuelle Erfassung der Baustelle per Tablet, Zeiterfassung per Smartphone, sowie die Bedienung von CAD Computersoftware und neuen Maschinen.

Ein modernes Beispiel: Das digitale Betriebsheft

Ein erster simpler Schritt wie die Ausbildung im Handwerk moderner und attraktiver gestaltet werden kann, ist das Berichtsheft zu digitalisieren. Diese digitalen Hefte, wie der staatlich geförderte „BLok“ (Quelle: www.online-ausbildungsnachweis.de), ermöglichen dem Azubi seine Ausbildungsnachweise auf mobilen Endgeräten oder dem PC zu erstellen. Anschließend können die Berichte von der Handwerkskammer, dem Ausbilder und der Berufsschule eingesehen werden. Letztendlich wird dadurch unnötiges Papierchaos vermieden, die Schrift ist leserlich und der Bericht kann unterwegs bearbeitet und abgeschickt werden. Der Bundesrat hat diese Entwicklung 2017 mit einem verabschiedeten Gesetz unterstützt. Auszubildende, die ihren Vertrag nach dem 01.07.17 unterschreiben haben, dürfen ihre Berichtshefte schriftlich oder digital erstellen. Die Entscheidung und Umsetzung liegt beim jeweiligen Ausbildungsbetrieb. Zwar ist ein digitales Berichtsheft erst ein kleiner Schritt in Richtung Digitalisierung, doch dieser kann als Startpunkt dienen die Ausbildung im Handwerk attraktiver und zukunftsorientierter zu gestalten. 

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Dirk Stefen